Werkrealschule

Das pädagogische Konzept

Das Lernen in der Werkrealschule ist auf die Bildungsbedürfnisse und auf den Bildungsanspruch von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zugeschnitten. Deshalb stellt sich die Werkrealschule auf die Förderung unterschiedlicher Begabungen, Neigungen, Interessen, Kultur- und Sozialerfahrungen ein, nimmt die mannigfachen Lernvoraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler auf, fördert ihre Motivation und ihre Leistungsbereitschaft und führt sie zu gesicherten Lernergebnissen.

Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem durchgehenden Bildungsgang bis Klasse 10 zur Mittleren Reife führt und dabei einen Hauptschulabschluss in Klasse 9 ermöglicht. Sie bereitet den Übergang in das duale Ausbildungssystem vor, schafft Grundlagen für eine gelingende Berufsausbildung und weiterführende berufliche Bildungsgänge.

Die Werkrealschule zeichnet sich durch individuelle Förderangebote, intensivierte Berufswegeplanung und eine erste berufliche Grundbildung aus.

Die Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik in den Klassen 5 und 6 durch mehr Unterrichtsangebote sowie gezielte Fördermaßnahmen auf der Grundlage von  Interner Link zum Service-BereichLernstandserhebungen ist ein wesentliches Element des pädagogischen Konzepts der Werkrealschule. Interner Link zum Service-BereichPädagogische Assistentinnen und Assistenten unterstützen die Lehrkräfte bei Differenzierungs- und Fördermaßnahmen und verbessern so den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler.

In Klasse 7 findet eine umfassende  Interner Link zum Service-BereichKompetenzanalyse statt. Dieses Profil Assessment-Center (AC) hat zum Ziel, eine objektivierte Bewertung der individuellen, überfachlichen und ausbildungsbezogenen Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Die Leistungen werden in einem individuellen Stärken- und Schwächenprofil („Kompetenzprofil“) dargestellt. Dieses Kompetenzprofil ist ein wichtiges Element der individuellen Förder- und Berufswegeplanung. Es zeigt Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler auf und wird durch die Erstellung und Umsetzung eines Förderplans ergänzt.

Individuelle Förderung erfordert kontinuierliche Rückmeldungen an die Eltern zur Lern- und Leistungsentwicklung ihres Kindes. Elternberatung findet in allen Entscheidungsfeldern statt, in Bezug auf die Wahl einer anderen schulischen Laufbahn, auf dem Weg zur Mittleren Reife oder im Hinblick auf die Aufnahme einer Berufsausbildung.

Ein weiteres profilbildendes Merkmal der Werkrealschule ist eine intensive Berufswegeplanung ab Klasse 5 mit kontinuierlichen Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben. Kennzeichnend sind zeitlich flexible Praktikumsphasen für alle Schülerinnen und Schüler. Mit der Einführung der Werkrealschule finden Inhalte aus der Berufswelt bereits ab der Eingangsklasse verstärkt Berücksichtigung.

Die Werkrealschule vernetzt in ihrem Bildungsgang allgemeine und berufliche Bildung. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine Schwerpunktbildung bei der beruflichen Orientierung. Profilbildende Elemente sind die Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und 9. An Schülerinteressen orientiert, wollen sie auf verschiedene Berufsfelder neugierig machen und über eine Auswahl von Ausbildungsberufen informieren. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den drei Wahlpflichtfächern ‚Natur und Technik‘, Wirtschaft und Informationstechnik‘ und ‚Gesundheit und Soziales‘ eines aus. Sie werden bei der Wahl durch die Ergebnisse der Kompetenzanalyse in Klasse 7 unterstützt, das Hinweise zu Begabungsschwerpunkten liefert.

Der Unterricht in Klasse 8 und 9 bereitet auf die Kooperation der Werkrealschule mit der zweijährigen Berufsfachschule in Klasse 10 vor, ohne deren Konzepte oder Lerninhalte vorwegzunehmen. So zieht sich die inhaltliche Annäherung an die Berufswelt durch die gesamte Schulzeit.

Quelle: Kultusportal-BW